Seminarwochenende mit PD Dr. Udo Ganslosser
Jagen & Aggression
Vita
Udo
Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie an
der Universität Greifswald. Seine wissenschaftliche
Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus,
möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche
ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Nach der
Dissertation in Heidelberg kehrte er zum Bodenleben zurück
und beschäftigte sich mit dem Sozialverhalten der Kängurus
allgemein.
Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit sozialen Mechanismen im Zusammenhang von Naturschutz und Zuchtmanagement. Er ist Mitglied einiger Gremien der Europäischen Zoo Assoziation EAZA und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch. Derzeit übt er neben diversen Unterrichts- und Seminartätigkeiten, Beratungen für Zoos und Tierparks aus und ist Autor und Übersetzer von zoologischen Schriften. Seit WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhundeartige. Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen.
Die Themen
Aggression
Samstag 24. März 2012
Aggression ist eine so natürliche
Verhaltensweise, wie das Spielen oder das Markieren.
Weshalb also aggressives Verhalten nicht als natürlich
betrachten und damit im Alltag angemessen umgehen?!
Und wie sich natürliche Aggression von einer
Verhaltensstörung abgrenzen lässt, erfahren Sie in diesem
informativen Seminar.
Jagen
Sonntag 25. März 2012
Viele Hunde jagen, oder versuchen es. Eigentlich ist Jagdverhalten ein ganz normaler Bestandteil des hundlichen Verhaltens. Leider ist es weder tierschutzkonform noch gesellschaftsverträglich.
Die Steuerung des Jagdverhaltens im Gehirn geht ganz andere Wege, das Ziel ist ein ganz anderes, und auch die auslösenden Situationen sind wesentlich anders. Jagende Hunde zeigen damit auch KEINE mangelnde Beziehung oder Bindung zum Halter. Daher ist auch weder Bindungs-/Beziehungsaufbau eine erfolgversprechende Pauschallösung zur Verhinderung des Jagens, noch umgekehrt gemeinsames symbolisches Jagen ein Weg zur Beziehungspflege. Was also geht, und was geht nicht?? und vor allem - wie und warum??
| Wann | Samstag 24. März 2012 - 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr Sonntag 25. März 2012 - 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr |
| Wo | Stadtwaldhotel Trier, Am Gillenbach 12, 54293 Trier |
| Teilnehmer | Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung erforderlich! |
| Kosten | 80,- Euro. Beide Tage 160,- Euro. |
| Anmeldung | Online oder Vertrag per Post zusenden. |

